| Seitenstechen |
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Was sind Seitenstiche? Seitenstiche sind meist klar umschriebene Schmerzen, die beim körperlichen Training im gesamten Bauchraum, meist jedoch im seitlichen Mittelbauch auftreten, dort wo Leber und Milz lokalisiert sind. Sind sie sehr stark, dann ist ihr Schmerzcharakter eher scharf und stechend, sind sie nur schwach, dann werden sie eher als ziehend empfunden. Sie treten vorübergehend oder nach dem Essen auf. Junge Menschen sind häufiger als ältere betroffen. 60% aller Läufer erleben Seitenstiche mindestens einmal im Jahr aber auch bei allen anderen Sportarten können sie auftreten. Die Leistung wird bei gut einem Drittel der Betroffenen durch Seitenstiche beeinträchtigt. Wie entsteht Seitenstechen?Früher hat man angenommen, Seitenstiche rührten vom Ziehen der Leber am Zwerchfell, durch eine gespannte Leber- oder Milzkapsel oder eine Minderdurchblutung des Zwerchfells unter hoher Belastung her. Dagegen sprechen jedoch einerseits, dass auch Schwimmer davon betroffen sind, bei denen die Leber durch die waagerechte Lage im Wasser gar nicht am Zwerchfell ziehen kann. Gegen die Minderdurchblutungstheorie spricht, dass auch Reiter betroffen sind, die kaum ihre Atmung steigern und dass die Schmerzen überall im Bauchraum vorhanden sein können.Vielmehr geht man heute davon aus, dass es das Bauchfell, also die Innenschicht des Bauchraums ist, das gereizt wird. Zum Beispiel durch ein zu reichliches Essen, was das häufige Auftreten beim Sport gleich nach der Mahlzeit erklärt oder das Auftreten von Schmerzen im gesamten Bauchraum. Auch eine ungewohnte Überstreckung des Rumpfes besonders bei verminderter Wirbelsäulenbeweglichkeit scheint über eine Überdehnung des Bauchfells zum Seitenstechen beizutragen. Denn es ist auffällig, dass besonders Menschen mit vermehrtem Rundrücken Seitenstechen bekommen, wenn sie zum Beispiel beim Bergablaufen den Rumpf ungewöhnlich stark überstrecken müssen. Aber auch diese neue Theorie ist noch nicht vollständig bewiesen. Wie bekommen Sie das Seitenstechen wieder los? Kleine Mahlzeiten vor dem Sport, also den Magen nicht überfüllen. Hypertone Getränke mit sehr hohem Zucker- und Mineraliengehalt meiden, stattdessen isotone oder hypotone mit ausgeglichenen oder eher geringer Konzentration an Zucker und Elektrolyten wählen. Ebenso wichtig scheint gutes Aufwärmen mit Dehnung der gesamten Wirbelsäule zu sein.
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Kleine Mahlzeiten vor dem Sport, also den Magen nicht überfüllen. Hypertone Getränke mit sehr hohem Zucker- und Mineraliengehalt meiden, stattdessen isotone oder hypotone mit ausgeglichenen oder eher geringer Konzentration an Zucker und Elektrolyten wählen. Ebenso wichtig scheint gutes Aufwärmen mit Dehnung der gesamten Wirbelsäule zu sein.